»Ich bin sehr jung. Ich rauche nicht, ich trinke nicht. Ich tue nichts Schädliches«

SPIEGEL-Gespräch  Labour-Chef Jeremy Corbyn über den Niedergang der Linken in Europa und darüber, wie man auch im Rentenalter noch zum Jugendidol werden kann

So­zia­list Cor­byn: »Die Po­li­tik hat sich von der Ju­gend ab­ge­wandt«

Jer­e­my Cor­byn, der Mann, auf dem die Hoff­nun­gen der bri­ti­schen Ju­gend ru­hen, fo­to­gra­fiert in sei­ner Frei­zeit Ka­nal­de­ckel und weckt Mar­me­la­de ein. Er trägt gern aus­ge­beul­te Ja­cketts und schmug­gelt, wenn nö­tig, auch mal eng­li­schen Käse in sein me­xi­ka­ni­sches Ur­laubs­do­mi­zil. Er führt, mit an­de­ren Wor­ten, das durch­schnitt­lich schrul­li­ge Da­sein ei­nes bri­ti­schen Rent­ners. Haupt­be­ruf­lich schickt sich Cor­byn, 69, der­zeit an, der nächs­te bri­ti­sche Pre­mier­mi­nis­ter zu wer­den. Seit­dem der Mann aus Lon­don-Is­ling­ton 2015 über­ra­schend an die La­bour-Spit­ze rück­te, er­lebt die Par­tei ei­nen bei­spiel­lo­sen Boom. Ähn­lich wie Ber­nie San­ders in den USA be­geis­tert Cor­byn vor al­lem jun­ge Men­schen mit so­zia­lis­ti­scher und pa­zi­fis­ti­scher Po­li­tik. Mit nun 540 000 Mit­glie­dern ist La­bour die größ­te Par­tei in der EU. Bei der Wahl 2017 kam sie – trotz mas­si­ver An­grif­fe bri­ti­scher Me­di­en und er­bit­ter­ter in­ter­ner Rich­tungs­kämp­fe – auf 40 Pro­zent. Seit­her ste­hen lin­ke und so­zi­al­de­mo­kra­ti­sche Par­tei­en in Lon­don Schlan­ge, um Cor­byn das Ge­heim­nis sei­nes un­wahr­schein­li­chen Er­folgs zu ent­lo­cken.

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