»Ich sehe mich als Hardliner«

SPIEGEL-Gespräch  Der neue Bamf-Präsident Hans-Eckhard Sommer erklärt, welche Folgerungen er aus der Bremer Asylaffäre zieht – und wie er die Problembehörde in den Griff bekommen will.

Bun­des­amts­chef Som­mer: »So et­was wird nicht mehr pas­sie­ren«

Seit Juni steht Hans-Eck­hard Som­mer, 57, an der Spit­ze des Bun­des­amts für Mi­gra­ti­on und Flücht­lin­ge (Bamf) in Nürn­berg. In­nen­mi­nis­ter Horst See­ho­fer (CSU) hat ihn zum Prä­si­den­ten der Be­hör­de er­nannt, nach­dem die Au­ßen­stel­le Bre­men mit mut­maß­lich ma­ni­pu­lier­ten Asyl­be­schei­den wo­chen­lang Schlag­zei­len ge­macht hat­te. Die Af­fä­re zeig­te, dass es im Bun­des­amt in den ver­gan­ge­nen Jah­ren drun­ter und drü­ber ging. Und das nicht nur in Bre­men. Das Amt muss­te seit 2015 über fast zwei Mil­lio­nen Asyl­an­trä­ge ent­schei­den, ohne da­für auch nur an­satz­wei­se ge­wapp­net zu sein. Som­mers Vor­gän­ger Frank-Jür­gen Wei­se und Jut­ta Cor­dt hat­ten ver­sucht, die Be­hör­de mit­hil­fe von McK­in­sey und an­de­ren Be­ra­tern zu mo­der­ni­sie­ren und den Ak­ten­berg so schnell wie mög­lich ab­zu­tra­gen. Sie setz­ten Tau­sen­de neue, teils kaum an­ge­lern­te Mit­ar­bei­ter ein. Die Fol­ge: Feh­ler und Pan­nen häuf­ten sich.

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