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Krisen  Die US-Psychologin Meg Jay erklärt, warum erfolgreiche und starke Menschen sich oft unsicher fühlen und Hilfe brauchen.

The­ra­peu­tin Jay »Der Kampf ge­gen den Stress der Kind­heit ist auch Stress«

Jay, 49, lehrt als Pro­fes­so­rin für Kli­ni­sche Psy­cho­lo­gie an der Uni­ver­si­ty of Vir­gi­nia in den USA und ar­bei­tet als The­ra­peu­tin. Ihr jüngs­tes Buch han­delt von der prä­gen­den Kraft schwie­ri­ger Kind­heits­er­fah­run­gen(*). Jay er­klärt dar­in, wie frü­he Rück­schlä­ge zu je­ner über­ra­schen­den Stär­ke bei­tra­gen kön­nen, die Ärzte, Psy­cho­lo­gen und Päd­ago­gen mit dem sper­ri­gen Wort »Resi­li­enz« um­schrei­ben. Ge­meint ist die Fä­hig­keit, nach aus­ge­präg­tem All­tags­stress und ele­men­ta­ren Kri­sen mög­lichst rasch in ei­nen see­li­schen Nor­mal­zu­stand zu­rück­zu­keh­ren. Be­schrie­ben wur­de das Phä­no­men be­reits in den Sieb­zi­ger­jah­ren: Die ame­ri­ka­ni­sche Ent­wick­lungs­psy­cho­lo­gin Emmy Wer­ner hat­te in ei­ner Lang­zeit­stu­die das Le­ben von gut 200 Jun­gen und Mäd­chen in Ha­waii ver­folgt, die mit Ar­mut, zer­rüt­te­ten Fa­mi­li­en und an­de­ren Ri­si­ko­fak­to­ren auf­ge­wach­sen wa­ren. Ein Drit­tel von ih­nen ent­wi­ckel­te sich trotz­dem zu leis­tungs­fä­hi­gen, zu­ver­sicht­li­chen und für­sorg­li­chen Er­wach­se­nen. Seit­her ver­su­chen Wis­sen­schaft­ler, das Ge­heim­nis resi­li­en­ter Men­schen zu ent­schlüs­seln – je­ner ver­meint­li­chen Steh­auf­männ­chen, die al­len Wi­der­stän­den des Le­bens zu trot­zen schei­nen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 45/2018.