Halb­herzig

Leitartikel  Es reicht nicht, dass Angela Merkel auf den Parteivorsitz verzichtet.

Größe zeigt sich oft im Ab­schied. Ge­ra­de die De­mo­kra­tie ist auf die Mög­lich­keit des fried­li­chen Wech­sels an­ge­wie­sen, auf die Chan­ce, dass nach ein paar Jah­ren et­was Neu­es be­gin­nen kann. Es sieht so aus, als habe An­ge­la Mer­kel die­se Ma­xi­me end­lich be­her­zigt. Sie gibt den Par­tei­vor­sitz der CDU auf, spät, nach 18 Jah­ren. Gut so, aber war­um die­se Halb­her­zig­keit? War­um be­harrt sie auf drei wei­te­ren Jah­ren Kanz­ler­schaft? Vor al­lem beim wich­tigs­ten Amt der Bun­des­re­pu­blik zählt, dass der Ab­schied ge­lingt. Mer­kel ist er nicht ge­lun­gen. Sie hat es ver­säumt, wah­re Grö­ße zu zei­gen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 45/2018.