Fernseh­serien sind nicht die neuen Romane

Pünktlich zum ARD-Start von »Babylon Berlin« erscheint Marlow von Volker Kutscher, der siebte Teil des riesigen Romanprojekts, auf dem die Fernsehserie basiert.
Von Tobias Rapp

ALS DER KÖLNER Schrift­stel­ler Vol­ker Kut­scher 2008 sei­nen Ro­manDer nas­se Fisch ver­öf­fent­lich­te, dürf­te ihm schon klar ge­we­sen sein, dass die Ge­schich­te des Kom­mis­sars Ge­re­on Rath, der sich durch die Un­ter­welt des Zwan­zi­ger­jah­re-Ber­lins ar­bei­tet, Grund­la­ge für eine Fern­seh­se­rie wer­den könn­te – zu­mal Kut­scher das Buch­pro­jekt von An­fang an als Mehr­tei­ler an­ge­legt hat­te: vom so­ge­nann­ten Blut­mai 1929 bis zu den Olym­pi­schen Spie­len 1936 in Ber­lin soll­te der Bo­gen rei­chen. Und Kut­scher ließ sich von TV-Se­ri­en in­spi­rie­ren, zu ei­nem In­ter­view kam er im »Brea­king Bad«-T-Shirt. Nun ist es mit »Ba­by­lon Ber­lin« die größ­te und auf­wen­digs­te Se­rie ge­wor­den, die in Deutsch­land je ge­dreht wur­de, 40 Mil­lio­nen Euro ha­ben die ers­ten zwei Staf­feln ge­kos­tet. Und es wer­den noch ei­ni­ge mehr, das scheint klar, der Er­folg bei Pu­bli­kum und Kri­tik ist groß, die Rech­te sind in alle Welt ver­kauft, in den USA wird sie über Net­flix ge­zeigt.

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