Das närrische Nest

Der Historiker Peter Neumann erzählt in Jena 1800 von einer thüringischen Kleinstadt, in der der intellektuelle Aufbruch in die Moderne beginnt.
Von Romain Leick

ES GIBT MO­MEN­TE in der Ge­schich­te, da scheint die Welt­see­le den Atem an­zu­hal­ten und sich an ei­nem Ort, in ei­nem Er­eig­nis, in ei­ner Per­son zu kon­zen­trie­ren. He­gel er­blick­te sie be­kannt­lich »zu Pfer­de«, als der sieg­rei­che Kai­ser Na­po­le­on im Ok­to­ber 1806 in Jena ein­ritt. Für den Phi­lo­so­phen war die ge­sam­te his­to­ri­sche Wirk­lich­keit der Pro­zess, in dem sich die Ver­nunft als End­zweck rea­li­siert. Die »be­grif­fe­ne Ge­schich­te«, hat­te er am Ende sei­nerPhä­no­me­no­lo­gie des Geis­tes ge­schrie­ben, sei die »Schä­del­stät­te des ab­so­lu­ten Geis­tes«, die »Wis­sen­schaft des er­schei­nen­den Wis­sens«.

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