Zu viel Geschichte für ein Leben

Der Südelefant von Archil Kikodze erzählt von einem langen Tag auf den Straßen der georgischen Hauptstadt.
Von Tobias Rapp

Alt­stadt von Tif­lis

DASS EIN PO­LI­TI­SCHES Sys­tem, das für sich in An­spruch nahm, ewig zu exis­tie­ren, über Nacht zu­sam­men­sin­ken kann, ist eine Er­fah­rung, die in Ost­eu­ro­pa All­tag ist und die sich in West­eu­ro­pa kaum je­mand vor­stel­len kann. Zu­mal auf den Zu­sam­men­bruch des Ost­blocks Jah­re der Un­si­cher­heit folg­ten, des öko­no­mi­schen Kol­lap­ses und der Bür­ger­krie­ge. Für die al­ler­meis­ten ge­or­gi­schen Ro­ma­ne, die das Land bei sei­nem äu­ßerst ge­lun­ge­nen Buch­mes­sen­auf­tritt prä­sen­tier­te, bil­det dies den Hin­ter­grund – dass die ge­or­gi­sche Spra­che seit Jahr­hun­der­ten Me­di­um des Be­har­rungs­wil­lens die­ses Lan­des und sei­ner Men­schen ist und jede Ge­schich­te, die in die­ser Spra­che er­zählt wird, mit­hin iden­ti­täts­stif­tend, kommt noch hin­zu.

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