Elke Schmit­ter Bes­ser weiß ich es nicht

Gewär­tig­keit

Ihr »Abend über Pots­dam« von 1930 stellt Men­schen in rat­lo­ser Blö­dig­keit dar, de­nen man den­noch nicht gram sein kann: zu fern die Stadt mit Ab­len­kung und Trost, zu grau­be­schwert der Him­mel, zu abend­mahls­mä­ßig die Sze­ne­rie samt ih­rer ba­ro­cken De­tails. Aus die­ser Me­lan­cho­lie, so schwei­gen es die Ge­sich­ter hin­aus, hel­fen we­der Most noch Milch und auch nicht ge­teil­tes Brot, hier sind die Ele­ganz wie das Le­ge­re der jun­gen, nach­denk­li­chen Fi­gu­ren so nutz­los wie der dö­sen­de, nicht mal ent­spann­te Hund. Und wenn es denn je ein Auf­be­geh­ren gab in So­li­da­ri­tät oder eine Ge­sell­schaft, in der das Strei­ten sich lohnt oder ein Witz zu hel­fen ver­mag, dann ist das auf die­sem mehr als zwei Me­ter brei­ten Ta­fel­bild lan­ge her oder in be­reits auf­ge­ge­be­ner Zu­kunft; viel­leicht bricht hier­zu­lan­de so eine ja ge­ra­de an.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 44/2018.