Fass!

Mentalitäten  Ein Kommissar aus Wuppertal reist in den Kongo, um Berggorillas zu retten. Er will einheimischen Rangern bei ihrer Jagd nach Wilderern helfen. Er setzt dabei auf deutsche Disziplin und belgische Bluthunde. Aber es ist nicht leicht.
Von Jonathan Stock

Kongolesische Ranger bei Training in Rugari Sascha Montag / Zeitenspiegel

Als Kri­mi­nal­haupt­kom­mis­sar Mar­cel Mai­er­ho­fer an ei­nem Don­ners­tag­nach­mit­tag den Kon­go er­reicht, trifft er zu­fäl­lig pünkt­lich bei ei­ner Be­er­di­gung ein, zu der er gar nicht ein­ge­la­den ist. Am Hang hat sich schon das gan­ze Dorf von Rum­an­gabo ver­sam­melt, um den To­ten zu eh­ren, ei­nen Ran­ger des Na­tio­nal­parks. Die Fa­mi­lie hat mit ei­ner Spitz­ha­cke ein Grab aus­ge­ho­ben, sie ha­ben Ele­fan­te­n­oh­ren ge­sam­melt, gro­ße wäch­ser­ne Blät­ter, um es zu schmü­cken, und ein Holz­kreuz ge­bas­telt mit sei­nem Na­men: Faus­tin Bi­ri­ko Nz­aba. Pa­via­ne schrei­en in den ho­hen Bäu­men über Mai­er­ho­fer, ein Mann feu­ert mit ei­nem rus­si­schen Sturm­ge­wehr Sa­lut­schüs­se in die Luft. Ei­ni­ge der Um­ste­hen­den wer­fen sich zu Bo­den, die Kin­der wei­nen. Der Krieg hier im Kon­go ist nicht weit, und sie ha­ben nicht ge­se­hen, wer schießt. »Wahn­sinn«, mur­melt Mai­er­ho­fer und wischt sich mit dem Hand­rü­cken den Schweiß von der Stirn. Er sei nicht das ers­te Mal hier, sagt er, aber es sei trotz­dem je­des Mal an­ders. Meis­tens schlech­ter.

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