ZEIT­REISE – DER SPIEGEL VOR 50 JAHREN

Deutsch­land-Ach­ter in Me­xi­ko
Olympia

Montezumas Rache

Lief irgendwie nicht rund für unsere Olympioniken: Reihenweise kollabierten die Sportler in der dünnen Luft oder wurden vom Durchfall außer Gefecht gesetzt. Besonders ärgerlich: Die ostdeutschen Athleten strotzten vor Gesundheit. Für olympische Glanzpunkte sorgten jedoch weder die einen noch die anderen Deutschen.

Fünf­kampf­fa­vo­ri­tin Hei­de Ro­sen­dahl wur­de von Nie­ren­schmer­zen am Me­dail­len­ge­winn ge­hin­dert, Rad­renn­fah­rer Burk­hard Ebert raff­te der Durch­fall – im Ath­le­ten­jar­gon »Mon­te­zu­mas Ra­che« ge­nannt – da­hin. Der deut­sche Vie­rer ver­pass­te das Fi­na­le, weil gleich zwei Ru­de­rer auf der Stre­cke zu­sam­men­bra­chen. Wäh­rend den Be­treu­ern die Sau­er­stoff­fla­schen aus­gin­gen, fühl­te sich manch Sport­ve­te­ran »wie auf ei­nem Haupt­ver­band­platz im Welt­krieg«. Die me­di­zi­ni­sche Ab­tei­lung hat­te trotz al­ler akri­bi­schen Vor­be­rei­tung so­wohl die Be­las­tun­gen der Hö­hen­la­ge wie auch die Tü­cken der me­xi­ka­ni­schen Er­näh­rung hoff­nungs­los un­ter­schätzt.

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