Schwarze Welle

Italien Im kalabrischen Riace schuf ein Bürgermeister ein Modelldorf für Migranten – und sieht es von Innenminister Salvini zerstört.

Re­bell »Mim­mo« Uto­pist und Poet

• Der Bür­ger­meis­ter von Ri­ace, Do­me­ni­co Lu­ca­no, von al­len nur »Mim­mo« ge­nannt, steht am Fens­ter in sei­nem Wohn­zim­mer. Die Hän­de ste­cken in den Ho­sen­ta­schen, die Schul­tern hän­gen, weh­mü­tig blickt er auf sein Dorf. Auf Ri­ace – ein paar Hun­dert Häu­ser auf ei­nem Berg­hang an Ita­li­ens Fuß­soh­le; 1600 Ein­woh­ner, da­von 350 Mi­gran­ten, drei klei­ne Kir­chen, Bars und Lä­den; gut in Schuss und ziem­lich be­lebt für so ein Kaff in Ita­li­ens Sü­den. Am liebs­ten wür­de Mim­mo, klein, Bäuch­lein, 60 Jah­re alt, selbst hin­un­ter­ge­hen in sein Dorf, aber er darf nicht. Seit gut ei­ner Wo­che steht er un­ter Haus­ar­rest, als Bür­ger­meis­ter ist er sus­pen­diert.

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