Die Profilerin

Autorinnen  Karen Duves Roman über die geheimnis- und verhängnisvolle Affäre der jungen Dichterin Annette von Droste-Hülshoff.
Von Elke Schmitter

Schrift­stel­le­rin Duve: »Ich hat­te die Cha­rak­te­re, aber nicht die Tat«

Ein hoch­be­gab­tes Fräu­lein aus dem 19. Jahr­hun­dert. Zwei we­ni­ger be­gab­te jun­ge Män­ner, der eine un­an­sehn­lich und aus be­schei­de­nen Ver­hält­nis­sen, der an­de­re von Adel und äu­ßerst ein­neh­men­dem Äuße­ren. Eine ge­sell­schaft­li­che In­tri­ge, aus­ge­brü­tet von mi­so­gy­ner Miss­gunst und Lan­ge­wei­le, als de­ren Re­sul­tat die Un­ver­mit­tel­bar­keit des Fräu­leins be­sie­gelt ist. Das ist die trau­ri­ge Ge­schich­te der Dich­te­rin An­net­te von Dros­te-Hüls­hoff, heu­te Schul­kin­dern vor al­lem be­kannt als die Au­to­rin der »Ju­den­bu­che«, ei­ner Kri­mi­nal­ge­schich­te aus dem dörf­li­chen West­fa­len, und das ist der Plot des neu­en Buchs von Ka­ren Duve, be­kannt durch ih­ren »Re­gen­ro­man«, ih­ren bra­chi­al ko­mi­schen Ro­man »Taxi«, durch ihre au­to­bio­gra­fi­sche Kampf­schrift »An­stän­dig es­sen« und, zu­letzt, durch ih­ren fe­mi­nis­tisch-uto­pi­schen Ro­man »Macht«.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer SPIEGEL-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen. MIT SPIEGEL+ LESEN – GRATIS TESTEN

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 38/2018.