Das Leben in den Zeiten der Cholera

Jemen  Der vergessene Krieg im Jemen ist im vierten Jahr, gerade sind wieder Friedensgespräche gescheitert. Wie ergeht es den Menschen im abgeriegelten Norden, wie ertragen sie den Hunger, die Herrschaft der Huthi-Milizen und die Bomben der Saudi-Araber?
Von Fiona Ehlers

Be­schä­dig­te Alt­stadt von Sanaa: »Gott sei Dank, die Tou­ris­ten sind zu­rück«

Ein Va­ter führt in das kar­ge Wohn­zim­mer. Er bit­tet, Platz zu neh­men auf dem Lehm­bo­den, reicht Tee und sü­ßes Se­sam­brot. Zieht ein Han­dy aus dem Wi­ckel­rock, klickt auf selbst ge­dreh­te Fil­me. Zu den Klän­gen tra­di­tio­nel­ler Trom­meln tan­zen drei Jun­gen in bo­den­lan­gen, ocker­far­be­nen Ge­wän­dern. »Sie tanz­ten so gern«, sagt der Va­ter. Er lä­chelt, sei es aus Scham oder an­ge­sichts der Er­in­ne­run­gen, er lä­chelt, ob­wohl ihm die Trau­er in das ab­ge­ma­ger­te Ge­sicht ge­schrie­ben steht.

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