Mit Rechten streiten

Leitartikel  Gesellschaft und Politik können der Auseinandersetzung mit der AfD nicht ausweichen.

Der Fa­schis­mus ist wie­der da, im Reichs­tags­ge­bäu­de in Ber­lin, dem deut­schen Par­la­ment. Zu­min­dest als Be­griff. Er be­die­ne sich der »Mit­tel des Fa­schis­mus«, rief der SPD-Po­li­ti­ker und Ex-Kanz­ler­kan­di­dat Mar­tin Schulz in der Ge­ne­ral­de­bat­te zum Haus­halt dem AfD-Frak­ti­ons­chef Alex­an­der Gau­land un­ter dem Bei­fall nicht nur sei­ner Frak­ti­on zu. Dann sag­te der SPD-Ab­ge­ord­ne­te Jo­han­nes Kahrs, die Mit­glie­der der AfD-Frak­ti­on sei­en »häss­lich«, weil Hass häss­lich ma­che, wor­auf sie bald ge­schlos­sen das Ple­num ver­lie­ßen. »Man merkt doch, dass es im Bun­des­tag auch wie­der sach­lich zu­ge­hen kann – im­mer dann, wenn die AfD weg ist!«, schick­te Kahrs ih­nen noch hin­ter­her. Wor­auf Ab­ge­ord­ne­te klatsch­ten. Der Spaß sei ih­nen ge­gönnt. All­zu oft wa­ren die Par­la­ments­de­bat­ten in den ver­gan­ge­nen Jah­ren lang­wei­lig und nichts­sa­gend, ein biss­chen Kra­wall kann da nicht scha­den.

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