Karams erster Schultag

Schicksale  In Gaza hat die Schule begonnen, aber diesmal fehlen die Hilfsgelder der USA. Das ist Teil von Donald Trumps neuer Nahostpolitik. Schüler und Lehrer werden zu Teilnehmern eines großen Menschenexperiments.
Von Alexander Osang

Schü­ler Ka­ram

Es war ein lan­ger Som­mer für Ka­ram Shahin. Er hat­te über drei Mo­na­te Fe­ri­en. Die Schu­le en­de­te ein paar Tage frü­her in die­sem Jahr, Mit­te Mai, we­gen des 70. Jah­res­tags der Nak­ba, des Ta­ges der Ver­trei­bung des pa­läs­ti­nen­si­schen Vol­kes, und we­gen der Er­öff­nung der ame­ri­ka­ni­schen Bot­schaft in Je­ru­sa­lem. So hun­dert­pro­zen­tig ver­stand Ka­ram nicht, was das al­les mit ihm zu tun hat­te. Er ist sie­ben Jah­re alt. Er war auf ein paar De­mons­tra­tio­nen am Grenz­zaun zu Is­ra­el, die an je­dem Frei­tag statt­fin­den. Sie nen­nen es: Marsch der Rück­kehr. Sein Va­ter hat ihm eine pa­läs­ti­nen­si­sche Fah­ne ge­ge­ben, die hat er ge­tra­gen. Er hat den Rauch ge­se­hen und die Schüs­se ge­hört. Er hat mit der Fah­ne ge­winkt. Er lacht, wenn er das er­zählt.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 37/2018.