»Entwicklung im Inneren«

Der Augenzeuge Der Berliner Kulturwissenschaftler und Aktivist Josch Hoenes, 45, ist ein Transmann. Den Beschluss des Bundeskabinetts, dass es künftig auch offiziell ein drittes Geschlecht geben soll, begrüßt er. Nicht aber die Bedingungen, die daran geknüpft sind.

• »Vor zwölf Jah­ren ent­schied ich mich, mei­nen weib­li­chen Vor­na­men auf­zu­ge­ben und ei­nen männ­li­chen an­zu­neh­men. Seit die­sem Tag bin ich ein Trans­mann. Mei­nen Per­so­nen­stand, also mein Ge­schlecht, woll­te ich im Jahr 2005 aber nicht än­dern. Das da­ma­li­ge Trans­se­xu­el­len­ge­setz sah näm­lich vor, dass ich mich, um das männ­li­che Ge­schlecht an­neh­men zu kön­nen, ste­ri­li­sie­ren las­sen muss­te. Das woll­te ich nicht, die da­mit ver­bun­de­ne Ope­ra­ti­on mach­te mir zu viel Angst. Ich blieb recht­lich eine Frau, ob­wohl ich mich nicht als eine sol­che fühl­te. Doch auch als im Jahr 2011 die Zwangs­ste­ri­li­sa­ti­on für Trans­män­ner ab­ge­schafft wur­de, woll­te ich mich nicht als Mann ein­tra­gen las­sen. We­der mein Kör­per noch mein Geist wa­ren ein­deu­tig männ­lich oder weib­lich, we­der die eine noch die an­de­re Ka­te­go­rie pass­te auf mich.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 34/2018.