Im Böhmerwald

Überlebende  Die Deutschen haben ihm die Kindheit geraubt: Josef Salomonovic war im Getto von Lodz, in Auschwitz. Jetzt will er noch einmal an den Ort, wo man ihn gerettet hat. Von
Takis Würger

Rei­sen­der Sa­lo­mo­no­vic vor sei­nem Wohn­haus in Wien: »Da­nach su­chen«

An ei­nem Mor­gen im Juni, der nach ei­nem na­hen­den Ge­wit­ter riecht, klin­gelt ein al­ter Mann mit Sei­ten­schei­tel und ge­bü­gel­tem Hemd an der Tür ei­nes Bau­ern­hau­ses im Böh­mer­wald. Er hat ei­nen wei­ten Weg hin­ter sich, über zwei Lan­des­gren­zen und Hun­der­te Ki­lo­me­ter hin­weg, den letz­ten Teil des Wegs ent­lang ei­ner Al­lee aus Birn­bäu­men. Der Mann kennt die­ses Bau­ern­haus und die dun­kel­brau­ne, ver­wit­ter­te Scheu­ne am Ende des Schot­ter­wegs. Er war schon ein­mal hier, im tsche­chi­schen Brnířov. Er ist wie­der­ge­kom­men, weil er sei­nen Auf­trag er­fül­len will.

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