Zornesröte im Gesicht

Der Augenzeuge Bürgermeister Edwin Schneider, 56, muss seit Wochen große Teile seiner Stadt mit Trinkwasser aus Tankwagen versorgen lassen – während in der Metropole Frankfurt am Main mit Wasser aus seiner Region die Straßenbäume gegossen werden.

• »Ul­rich­stein liegt im Vo­gels­berg, ei­nem der was­ser­reichs­ten Ge­bie­te in Hes­sen. Seit mehr als hun­dert Jah­ren be­zie­hen wir un­ser Trink­was­ser aus Schürf­quel­len im Wald, die nur we­ni­ge Me­ter un­ter der Erde lie­gen. Das wird seit ei­ni­gen Jah­ren im­mer schwie­ri­ger, vor al­lem in lan­gen Tro­cken­pe­ri­oden. In die­sem Jahr ist es be­son­ders schlimm, un­se­re Quel­len sind prak­tisch tro­cken. Seit sechs Wo­chen müs­sen wir Was­ser aus tie­fer ge­le­ge­nen Orts­tei­len her­an­fah­ren und in ei­nen Hoch­be­häl­ter pum­pen. Ak­tu­ell brau­chen wir je­den Tag drei bis fünf Tank­wa­gen mit Was­ser für etwa tau­send Be­woh­ner in der Kern­stadt. Und na­tür­lich müs­sen wir spa­ren, wo im­mer es geht. Ich habe die Bür­ger schon vor Wo­chen auf­ge­ru­fen, ih­ren Ra­sen nicht mehr zu wäs­sern.

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