Literatur als Symptom

Autoren  Michael Ondaatjes lang erwarteter Roman »Kriegslicht« erforscht das London der Nachkriegszeit.

Londoner Kathedrale von St. Paul am 8. Mai 1945: Die Stadt als Spielplatz SCIENCE & SOCIETY / INTERFOTO

Der ka­na­di­sche Schrift­stel­ler Mi­cha­el On­daat­je, 74, ge­hört nicht zu je­nen Li­te­ra­tur­pro­fis, die ihre Best­sel­ler nach Plan schrei­ben. An der Wand sei­nes Ar­beits­zim­mers hängt wohl kein Sche­ma, das ab­ge­ar­bei­tet wird, und es steht nicht zu er­war­ten, dass er ir­gend­wann im In­ter­net sei­ne ge­sam­mel­ten Weis­hei­ten im Rah­men ei­ner Mas­ter­class ver­kauft. Wäh­rend etwa Jef­frey Eu­gen­ides nach be­währ­ten Mus­tern, ei­ner nar­ra­ti­ven Tech­nik und nicht zu­letzt ei­ner deut­li­chen Mo­ral ope­riert, lässt sich On­daat­je von sei­nem Stoff über­ra­schen. In­ter­views mit ihm sind we­nig auf­schluss­reich, als wüss­te er selbst am we­nigs­ten, wie es zu sei­nen so viel be­ach­te­ten Ro­ma­nen kommt.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer SPIEGEL-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen. MIT SPIEGEL+ LESEN – GRATIS TESTEN

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 33/2018.