Die Geister, die er rief

Städtereisen  Wie Amsterdam versucht, die Flut der Touristen zu kanalisieren, ohne dabei sein Gesicht zu verlieren

Ams­ter­da­mer Rot­licht­vier­tel: Aus­wuchs feuch­ter Jung­ge­sel­len­träu­me

Ein Mann steht an ei­ner Kreu­zung in der Alt­stadt von Ams­ter­dam. Er äh­nelt dem Schau­spie­ler Ro­bin Wil­li­ams, ab­wech­selnd schlägt er die Hän­de über dem Kopf zu­sam­men, oder er hält sich die Au­gen zu. Es ist Ste­phen Ho­des, knapp 70 Jah­re alt, grau­er Haar­kranz, ka­rier­tes Frei­zeit­hemd, die obers­ten Knöp­fe of­fen. Er steht in Sicht­wei­te des Bahn­hofs, wo Züge im Mi­nu­ten­takt Ar­me­en mit Roll­kof­fern in die Stadt ent­las­sen und bis auf die letz­ten Plät­ze be­setz­te Hop-on-/​Hop-off-Boo­te ab­le­gen. Vor dem ehr­wür­di­gen Ho­tel Vic­to­ria, zwi­schen Ein­kaufs­mei­le Dam­rak und dem Rot­licht­be­zirk, ra­sen Tou­ris­ten­hor­den mit Miet­fahr­rä­dern über Rot. Statt auf die Stra­ße, schau­en sie lie­ber Goog­le Maps auf ih­ren Smart­pho­nes, Ein­woh­ner sprin­gen zu­rück auf die Geh­we­ge und flu­chen laut. Ho­des zählt drei Un­fäl­le und vier Zu­sam­men­stö­ße in 20 Mi­nu­ten.

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