ZEIT­REISE – DER SPIEGEL VOR 50 JAHREN

Saint-Lau­rent-Chif­fon-Out­fit
Mode

Reich ist out

Krähengleich glitten die Models der französischen Modeschöpfer über die Laufstege, die Haute Couture trug Schwarz. Waren die Erschütterungen der Pariser Studentenunruhen oder der Niedergang der Modesalons schuld an der farblichen Tristesse? Die Zeichen mehrten sich: Die Zeiten des grellbunten Pop-Zeitalters neigten sich dem Ende zu.

»Far­ben«, hat­te Yves Saint Lau­rent sei­ne neue Vor­lie­be fürs Schwarz er­klärt, »ma­chen Frau­en zu Pa­pa­gei­en.« Auch wenn er das in ei­nem oran­ge­gel­ben Hemd zu zimt­far­be­nem Cor­d­an­zug sag­te, brach­te sein State­ment den Trend auf den Punkt: Stim­mung und do­mi­nie­ren­de Farb­ge­bung der Herbst­kol­lek­tio­nen der Pa­ri­ser Mo­de­welt wa­ren schwarz. Die Man­ne­quins husch­ten »in schwar­zen Män­teln, Tu­ni­ken und Capes an kal­ten Wän­den vor­bei; nicht ein­mal Blu­men wa­ren zum Schmuck auf­ge­bo­ten«. Dior bot ne­ben schwar­zen Män­teln »hoch­ge­gür­te­te, schwar­ze Krepp­klei­der mit schwar­zen Ba­busch­ka-Kopf­tü­chern«. Vor­bei die Zeit, als man mit grell­bun­ten, psy­che­de­li­schen Mus­tern die Pop-Epo­che fei­er­te, die mitt­ler­wei­le »fast schon pas­sé« war, wie DER SPIEGEL kon­sta­tier­te.

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