Briefe

Das Gift der Spaltung

Nr. 31/2018  Entfremdung – Die Özil-Affäre und das Problem mit der Integration

»Die In­ter­views ha­ben mich zu­tiefst be­schämt, weil ich

Schluss mit Oma-Bashing

Nr. 30/2018  Leitartikel: Die Große Koalition befeuert die AfD

Er­neut wird ge­gen die Er­hö­hung der Müt­ter­ren­te für Frau­en po­le­mi­siert, die vor 1992 Kin­der be­kom­men ha­ben. Man könn­te fast an­neh­men, dass die­se wort­ge­wal­ti­gen Kri­ti­ker nie eine Mut­ter oder Groß­mut­ter hat­ten. Die Frau­en, die nach 1992 Kin­der be­ka­men, er­hal­ten drei Er­zie­hungs­jah­re für die Ren­te gut­ge­schrie­ben, ohne dass ich je eine böse Kri­tik da­ge­gen ge­le­sen hät­te. Dass ge­ra­de die Groß­müt­ter, die als jun­ge Frau­en in der Nach­kriegs­zeit ihre Kin­der ohne die mil­li­ar­den­schwe­ren staat­li­chen Un­ter­stüt­zun­gen groß­zie­hen muss­ten, von der En­kel­ge­ne­ra­ti­on der­art be­lei­digt wer­den, ist nicht nach­voll­zieh­bar. Mög­li­cher­wei­se ver­gisst un­ser em­pör­ter Leit­ar­tik­ler, dass die viel­ge­schmäh­te Rent­ner­ge­ne­ra­ti­on durch ei­nen er­zwun­ge­nen Ren­ten­zu­wachs­ver­zicht die we­nig sinn­vol­le Ries­ter­ren­te für die ak­tu­ell Be­rufs­tä­ti­gen mit­fi­nan­zie­ren muss­te. Also Schluss mit dem Oma-Ba­shing.

Entschul­digung wofür?

Nr. 30/2018  Wie Teile der Linken in der Flüchtlingsdebatte die Nerven verlieren

Nach Jah­ren mo­ral­trie­fen­der Über­heb­lich­keit und leicht­sin­ni­ger Ver­ken­nung der Rea­li­tä­ten nun ein Kom­men­tar, der ei­nen glau­ben lässt, der SPIEGEL könn­te doch zu eins­ti­ger in­tel­lek­tu­el­ler Grö­ße zu­rück­fin­den. Jan Fleisch­hau­er spricht ge­nau das aus, was ich seit Jah­ren ver­tre­te – ohne je­mals in Rich­tung AfD ge­schielt zu ha­ben.

Sympathi­scher als Seehofer

Nr. 30/2018  SPIEGEL-Gespräch mit CSU-Veteran Peter Gauweiler über den Machtkampf in der Union

Ein sehr un­ver­krampf­tes, ge­lun­ge­nes In­ter­view, in dem Herr Gau­wei­ler mit sei­ner bild­haf­ten Spra­che ei­ni­ges an Grund­sätz­li­chem im CDU-CSU-Ver­hält­nis ein­drucks­voll auf den Punkt bringt. Da­bei hat er mich ei­ni­ge Male sehr zum Schmun­zeln ge­bracht. So­mit hat er, ganz ne­ben­bei, be­wie­sen, was ihn sym­pa­thi­scher macht als See­ho­fer, Sö­der und vie­le an­de­re »Groß­kop­fer­ten": sein Hu­mor!

Hoch belastet

Nr. 30/2018  Audi, BMW, Daimler, Porsche und VW sprachen sich offenbar auch bei Benzinmotoren ab – zum Schaden der Kunden, der Politik und der Umwelt

In Ih­rem Be­richt über die heim­li­chen Ver­ab­re­dun­gen deut­scher Au­to­her­stel­ler, bei Ben­zi­nern kei­ne Par­ti­kel­fil­ter ein­zu­set­zen, ist viel von »Um­welt« die Rede, ob­wohl sich die ge­schil­der­ten Wir­kun­gen von Fein- und Feinst­stäu­ben bis hin zu 41 500 vor­zei­ti­gen To­des­fäl­len nur auf die Spe­zi­es Homo sa­pi­ens be­zie­hen. Als pen­sio­nier­ter In­sek­ten­for­scher fra­ge ich mich seit Lan­gem, wel­chen An­teil die be­son­ders von Di­rekt­ein­sprit­zern aus­ge­sto­ße­nen ul­tra­fei­nen Par­ti­kel am Phä­no­men des In­sek­tenster­bens ha­ben.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer SPIEGEL-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen. MIT SPIEGEL+ LESEN – GRATIS TESTEN

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 32/2018.