Schatten­frauen

Kriminalität Täterinnen, die Kinder sexuell missbrauchen, werden noch immer als Randerscheinung verharmlost – zu Unrecht. Das Verfahren gegen ein Paar aus Staufen wirft Licht auf ein machtvolles Tabu.
Von Beate Lakotta

Der Jun­ge, zehn Jah­re alt, wird vor Ge­richt nicht er­schei­nen. Nie­mand soll sei­nen Na­men er­fah­ren. Er ver­su­che, in ei­nem neu­en Le­ben Tritt zu fas­sen, an ei­nem si­che­ren Ort, so wird es die Staats­an­wäl­tin am Ende des Ta­ges sa­gen, nach­dem sie den gan­zen Hor­ror aus­ge­brei­tet hat: Se­xu­al­straf­ta­ten in al­len Va­ria­tio­nen, be­gan­gen an Kin­dern. Mehr als drei Stun­den lang ar­bei­ten sich Ni­ko­la No­vak und eine Kol­le­gin im Wech­sel durch die An­kla­ge­schrift, sach­lich und nüch­tern, 58 Ta­ten, 130 Sei­ten. Im Saal ist es still, nur ab und zu ein Auf­stöh­nen im Pu­bli­kum.

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