ZEIT­REISE – DER SPIEGEL VOR 50 JAHREN

In­dus­trie­mi­nis­ter Gue­va­ra 1963

Revolución­Tra­gödie und Farce

Ernesto »Che« Guevara – das war ein Revolutionär, wie ihn sich die rebellierende Linke erträumte: Romantisch, aber entschlossen; von wilder Schönheit und idealistisch. Die Veröffentlichung seiner Tagebücher befeuerten den Mythos, obwohl sie dazu eigentlich in keiner Weise angetan waren.

An­ge­sichts der an­hal­ten­den Ver­eh­rung muss es auch den SPIEGEL-Kol­le­gen ir­gend­wann ge­däm­mert ha­ben, dass der lau­ni­ge Zwei­spal­ter, mit dem man zu­nächst den Tod des »ro­ten Py­ro­ma­nen« ab­ge­han­delt hat­te, nicht ganz an­ge­mes­sen ge­we­sen war. Die Ta­ge­bü­cher sei­nes letz­ten Aben­teu­ers im Dschun­gel Bo­li­vi­ens bo­ten ei­nen will­kom­me­nen An­lass, die Sa­che groß auf­zu­zie­hen. In ei­ner fünf­tei­li­gen Se­rie wür­dig­te man den bär­ti­gen »Co­man­dan­te«. Der le­sens­wer­te bio­gra­fi­sche Se­ri­en­teil wid­met sich dem Auf­stieg vom asth­ma­kran­ken Jun­gen aus ei­ner alt­ein­ge­ses­se­nen ar­gen­ti­ni­schen Ober­schichts­fa­mi­lie zum le­gen­dä­ren Kampf­ge­fähr­ten Fi­del Cas­tros, mit dem er 1958 den ku­ba­ni­schen Dik­ta­tor Ba­tis­ta aus dem Land jag­te.

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