Briefe

Bereichernde Stimulanz

Nr. 30/2018  Stress, lass nach! Forscher erkunden, wie Körper und Geist Druck ertragen – und in Stärke verwandeln

»Ge­gen Stress an­zu­kämp­fen ge­hört zu den Mas­ter­auf­ga­ben die­ses Jahr­hun­derts.«

Alterndes Alphatier

Nr. 29/2018  Kommentar: Horst Seehofer hat einen würdigen Abschied aus der Politik verpasst

Gra­tu­la­ti­on zu der ex­zel­len­ten Be­schrei­bung und Be­ur­tei­lung des mensch­li­chen und po­li­ti­schen Cha­rak­ters von Horst See­ho­fer.

Beklagenswert

Nr. 29/2018  Eine Lehrerin schlug sich zehn Jahre lang mit Zeitverträgen durch

Bei al­ler Sym­pa­thie für die be­trof­fe­ne Aus­hilfs­leh­re­rin und bei al­lem Ver­ständ­nis für ihre Si­tua­ti­on: Sie ist lei­der kei­ne aus­ge­bil­de­te Leh­re­rin und hat als sol­che kei­nen An­spruch auf eine un­be­fris­te­te An­stel­lung. Ihr fehlt nicht nur das ers­te Staats­ex­amen, son­dern auch das für eine fun­dier­te Leh­rer­aus­bil­dung so wich­ti­ge Re­fe­ren­da­ri­at, das mit dem zwei­ten Staats­ex­amen ab­schließt. In­so­fern ha­ben Sie für die be­kla­gens­wer­te Pra­xis der Ent­las­sung von Leh­rern in den Som­mer­fe­ri­en, die Sie mit Recht an­pran­gern, das fal­sche Bei­spiel ge­wählt. Nie­mand käme hier­zu­lan­de auf die Idee, ei­nen Me­di­zin­stu­den­ten mit nicht voll­ende­tem Stu­di­um Pa­ti­en­ten be­han­deln zu las­sen oder ei­nen Au­to­me­cha­ni­ker ohne Ge­sel­len­prü­fung in ei­ner Fach­werk­statt zu be­schäf­ti­gen.

In letzter Not

Nr. 29/2018  Wie sich Ärzte, Hoteliers und Händler gute Bewertungen kaufen

Sie schrei­ben zum Ärz­te­be­wer­tungs­por­tal Ja­me­da: »Gute Be­wer­tun­gen hier sind ein wert­vol­les Ka­pi­tal, um Pa­ti­en­ten zu ge­win­nen – ge­ra­de in Groß­städ­ten, in de­nen der Wett­be­werb mas­siv ist.« Kann sein, dass Ihre Aus­sa­ge für ei­nen Kampf um bes­ser zah­len­de Pri­vat­pa­ti­en­ten gilt. Für die Mehr­heit der Ein­woh­ner in deut­schen Groß­städ­ten aber gilt: Wohl dem, der ei­nen Haus­arzt hat. Wer heu­te zu­zieht, wird sein blau­es Wun­der er­le­ben, wenn er etwa nach ei­nem Kran­ken­haus­auf­ent­halt, aus­ge­stat­tet mit Me­di­ka­men­ten für drei Tage, ei­nen nie­der­ge­las­se­nen Arzt sucht, der ihn wei­ter­be­han­delt. In letz­ter Not kann man für 50 Euro ei­nen Ter­min in ei­ner Pri­vat­pra­xis be­kom­men. Nur muss, wer als Selbst­zah­ler den Arzt be­zahlt, auch die Me­di­ka­men­te aus ei­ge­ner Ta­sche zah­len. Trotz ge­setz­li­cher Kran­ken­ver­si­che­rung. War­um wohl die über­füll­ten Not­auf­nah­men der Kran­ken­häu­ser? Weil der Kas­sen­pa­ti­ent drei Mo­na­te auf ei­nen Ter­min beim In­ter­nis­ten war­tet. Wer schon ein­mal früh bei Pra­xi­s­öff­nung mit ei­ner Gal­len­ko­lik ab­ge­wie­sen wur­de, weil die Lis­te der be­stell­ten Pa­ti­en­ten über­voll war, der braucht kei­ne Ja­me­da-Lis­te, der braucht ein­fach nur ei­nen Arzt.

Zwei Seiten

Nr. 29/2018  Thailands Militärregierung wandelte das Drama in der Höhle in eine Erfolgsgeschichte um

Ich möch­te an die­ser Stel­le ein­fach mal ju­beln über tol­len Jour­na­lis­mus. Juan Mo­re­no hat in sei­nem Ar­ti­kel ge­zeigt, wes­halb der SPIEGEL kei­ne Lü­gen­pres­se ist. Das so ins Heft zu brin­gen war toll, ent­lar­vend auf vie­len Ebe­nen. Also Dan­ke.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 31/2018.