»Streitkultur ist die beste Leitkultur«

SPIEGEL-Gespräch  Der Soziologe Aladin El-Mafaalani über Freunde und Feinde der offenen Gesellschaft, über gelingende Integration und die Özil-Debatte

Buch­au­tor El-Ma­faa­la­ni: »Wenn wir zu schei­tern dro­hen, dann an un­se­ren Er­fol­gen«

Erst Leh­rer an ei­nem Be­rufs­kol­leg, dann Pro­fes­sor, heu­te Ab­tei­lungs­lei­ter im In­te­gra­ti­ons­mi­nis­te­ri­um des Lan­des NRW: El-Ma­faa­la­ni, 39, hat bin­nen kur­zer Zeit eine Kar­rie­re hin­ge­legt, für die ihm schon mal das selt­sa­me Eti­kett Vor­zei­ge­mi­grant an­ge­hef­tet wird. In sei­nem neu­en Buch be­haup­tet er, dass In­te­gra­ti­on in Deutsch­land so gut ge­lin­ge wie nie zu­vor, eben des­halb kom­me es zu Kon­flik­ten(*). Zum Ge­spräch hat Ala­din El-Ma­faa­la­ni, im Ruhr­pott ge­bo­re­ner Sohn sy­ri­scher Ein­wan­de­rer, ins Diet­rich-Keu­ning-Haus ge­be­ten, eine Be­geg­nungs­stät­te in der Dort­mun­der Nord­stadt. Es ist ein Ort mit Sym­bol­kraft. 2015 war das Ge­bäu­de ein Zen­trum der Will­kom­mens­kul­tur, vie­le Tau­send Flücht­lin­ge lie­fen hier durch. Beim Fo­to­ter­min im Foy­er winkt El-Ma­faa­la­ni ei­ner äl­te­ren Dame zu, die über die Em­po­re geht. »Mei­ne Mut­ter«, sagt er, »sie lei­tet bis heu­te das Flücht­lings­café hier.«

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