Im Land des Hungers

Venezuela  In den Krankenhäusern des Ölstaats sterben Kinder, den Ärzten fehlen Medikamente – und die Regierung verleugnet das Elend.
Von Jens Glüsing; Fotos: Meridith Kohut

Baby Jo­ni­el im Uni­ver­si­täts­kran­ken­haus Luis Ra­zet­ti

Der klei­ne Jo­ni­el Bri­ce­ño ist viel zu klein und zu leicht für das Le­ben. Er ist acht Mo­na­te alt, wiegt fünf Kilo, we­nig mehr als man­ches Neu­ge­bo­re­ne. Sei­ne Mut­ter hat ihn aus ih­rem klei­nen Dorf hier­her­ge­tra­gen, zwei Stun­den Fuß­marsch bis zur Bus­hal­te­stel­le, den Sohn im­mer auf dem Arm, zwei Stun­den Fahrt mit dem Bus. Nun liegt Jo­ni­el hier, in Bett Num­mer zwei, un­ter ei­ner Do­nald-Duck-Fi­gur, die je­mand an die Wand ge­klebt hat.

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