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ZEIT­REISE – DER SPIEGEL VOR 50 JAHREN

Was­hans­ky-Ope­ra­ti­on im De­zem­ber 1967

Me­di­zin

Herz und Nieren

Die erste gelungene Herztransplantation löste weltweit einen Schock aus und warf Fragen auf, wie weit die Medizin bei ihren Behandlungsmethoden gehen darf. Zugleich weckte die Operation den uralten Traum vom ewigen Leben.

Nicht we­ni­ger als eine me­di­zi­ni­sche Re­vo­lu­ti­on schien da­mals im Gan­ge zu sein. 14 Jah­re zu­vor hat­te ein US-Chir­urg erst­mals die Nie­re ei­nes Zwil­lings­bru­ders ver­pflanzt, 1963 folg­te die ers­te Lun­gen­trans­plan­ta­ti­on; 1967 war die Le­ber an der Rei­he. „Vol­ler Be­wun­de­rung und Heils­hof­fen“ ver­folg­ten die Men­schen die Fort­schrit­te, al­ler­dings ohne son­der­li­che Er­re­gung. Nach fast 1500 Nie­ren­ver­pflan­zun­gen war die An­ge­le­gen­heit schon fast Rou­ti­ne. Par­al­lel schritt die Ent­wick­lung künst­li­cher Or­ga­ne und Pro­the­sen vor­an. Me­di­zi­ner und In­ge­nieu­re kämpf­ten Sei­te an Sei­te „an der Front des Er­satz­teil-Feld­zugs“, Ra­ke­ten­tech­ni­ker wa­ren an der Ent­wick­lung von Kunst­herz­mo­del­len be­tei­ligt, Plas­ma­phy­si­ker bas­tel­ten an der künst­li­chen Lun­ge. Mi­ni­com­pu­ter und elek­tro­ni­sche Sen­so­ren steu­er­ten Elek­tro­mo­to­ren, die im­mer bes­ser Arme, Hän­de und Fin­ger er­set­zen konn­ten.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2018.