Die ewige Tochter

Frankreich  Marine Le Pen versucht, ihre Niederlage abzustreifen und vom Rechtsruck in Europa zu profitieren, mit einem neuen Namen für ihre Partei und alten Themen. Doch sie klingt müde und abgedroschen – und immer mehr wie ihr Vater.
Von Julia Amalia Heyer

Par­tei­che­fin Le Pen: »Su­chen Sie sich doch eine neue Kan­di­da­tin«

Ihre Sta­tur ist im­mer noch be­ein­dru­ckend. Breit­schult­rig und hoch­ge­wach­sen, in dun­kel­blau­em Ho­sen­an­zug, dazu lack­le­der­ne Pumps mit zen­ti­me­ter­ho­hen Ab­sät­zen. Auch Ma­ri­ne Le Pens Stim­me ist noch die­sel­be, tief und dröh­nend, man hört sie schon, be­vor man sie sieht. Zur Be­grü­ßung reicht sie kurz die Hand, flüch­tig fast. Grau la­ckier­te Nä­gel fah­ren durch die Luft. Sie setzt sich ge­gen­über an ih­ren Schreib­tisch, den Ober­kör­per auf­recht, ihr Blick, wie im­mer am An­fang ei­nes Ge­sprächs, ist miss­trau­isch.

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