Gemeinsam tödlich

Strafjustiz  Was steckt hinter den Quälereien im Horrorhaus von Höxter? Eine kranke Paarbeziehung, sagt die Gutachterin – und die sadistische Kreativität einer Frau.
Von Beate Lakotta

Tat­ort in Höx­ter »Jen­seits jeg­li­cher Mo­ral«

Zwei Tage lang hö­ren sie auf­merk­sam zu, der Mann, den die Bou­le­vard­pres­se »Fol­ter­bes­tie« ge­tauft hat, und die Frau, der er Nase und Kie­fer ge­bro­chen ha­ben soll, die er ge­de­mü­tigt und ge­prü­gelt ha­ben soll, bis sie be­reit ge­we­sen sei, sein hö­ri­ges Werk­zeug zu wer­den, sein Fol­ter­knecht. Zwei Tage, dann hat die psych­ia­tri­sche Gut­ach­te­rin im Land­ge­richt Pa­der­born die klas­si­sche Rol­len­ver­tei­lung, wie die An­kla­ge­schrift sie na­he­legt, auf den Kopf ge­stellt: der Mann als trei­ben­de Kraft und die Frau als sein Op­fer und zu­gleich hö­ri­ges Werk­zeug – so sei es nicht ge­we­sen, sagt Nahl­ah Sai­meh an Tag 50 des Pro­zes­ses.

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