Kleiner Brauner

Rechtsdrift  In Österreich läuft ein Großversuch – es geht um die Kraft der Demokratie im westlichen Europa. In den Wiener Regierungspalästen sitzen wieder Rechtsextreme. Wie lebt es sich in einem Land, das mit seiner Geschichte nicht ins Reine kommt?
Von Ullrich Fichtner

Ge­birgs­zug in Ti­rol: Hat der In­nen­mi­nis­ter Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger ge­sagt?

Wer Öster­reich von Wes­ten her be­tritt, bei Bre­genz am Bo­den­see, ge­rät mit ein we­nig Glück in eine je­ner Wet­ter­la­gen zwi­schen Was­ser und Ge­bir­ge, die Bil­der von fan­tas­ti­scher Schön­heit mit­brin­gen. Es ste­hen sich dann oft Re­gen­fron­ten und kla­re Him­mel ge­gen­über, weil die Ber­ge das Wet­ter schei­den, oder es zie­hen dich­te Ne­bel über den Bo­den wie ma­gisch glü­hen­der Dampf. Wei­ter hin­ten in den Hoch­al­pen, in die­sem gan­zen geo­lo­gi­schen Spek­ta­kel na­mens Öster­reich, he­ben sich, wenn die Näch­te kom­men, Gip­fel und Kup­pen bald wie Tier­köp­fe ab, wie mons­trö­se Lei­ber, an de­ren Flan­ken die Dör­fer ste­cken wie weih­nacht­li­cher Schmuck. Im Os­ten dann be­ru­higt sich das Land, zer­fließt in freund­li­che­re Hü­gel, und end­lich wird, hin­ter Graz, hin­ter Wien, im Bur­gen­land die Pan­no­ni­sche Tief­ebe­ne er­reicht, und es geht zu Ende, was heu­te Öster­reich heißt. Ein schö­nes Land. Das muss ge­sagt sein. Vor al­lem an­de­ren.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 27/2018.