Endspiel

Türkei  Die Wahl am 24. Juni entscheidet über die Zukunft von Präsident Erdoğan. Annäherung an einen Mann, der im Zenit seiner Macht steht – und doch fürchtet, alles zu verlieren. Und in dessen Palast die Ersten ihre Flucht vorbereiten.
Von Maximilian Popp

Staats­chef Er­doğan: Pa­tri­arch und Po­pu­list, Pa­ra­noi­ker und Men­schen­fän­ger

Der Prä­si­dent be­ginnt den Tag mit ei­nem Ge­bet zwi­schen fünf und sechs Uhr mor­gens, je nach­dem, wann die Son­ne auf­geht. Da­nach stellt er sich eine hal­be Stun­de aufs Lauf­band und stemmt Ge­wich­te. Er früh­stückt, meist leicht, denn er lei­det an Dia­be­tes; dazu trinkt er Tee vom Schwar­zen Meer. Er liest die Me­mos sei­ner Be­ra­ter und die Ta­ges­zei­tun­gen, am liebs­ten is­la­mis­ti­sche Blät­ter, und die »Sa­bah«, die ei­nem Ver­wand­ten un­ter­steht. Um acht Uhr emp­fängt Re­cep Tay­yip Er­doğan dann sei­nen Bü­ro­lei­ter und sei­nen Spre­cher, um das Pro­gramm für den Tag durch­zu­ge­hen. Um elf Uhr macht er sich auf den Weg in den Pa­last.

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