»Das Beste für die Familie«

Kriminalität  Der mutmaßliche Mörder Ali B. suchte in Deutschland vor allem ein besseres Leben, nicht Schutz vor Krieg und Verfolgung. Sein Asylverfahren und die Erzählungen seiner Angehörigen zeigen die Schwierigkeiten des deutschen Staates mit solchen Fällen.

Foto des Tat­ver­däch­ti­gen auf dem Han­dy sei­nes Bru­ders: »Wir sind in Kur­dis­tan, und Ali ist al­lein in Deutsch­land«

Man­che Sät­ze be­kom­men, lan­ge nach­dem sie ver­hallt sind, ei­nen an­de­ren Sinn. Ver­lie­ren ihre Un­schuld, las­sen ei­nen frös­teln, als hät­ten sie schon im­mer ei­nen Schre­cken in sich ge­tra­gen, der sich nun of­fen­bart. »Ich will nur, dass mei­ne Kin­der eine Zu­kunft ha­ben«, sag­te Ka­li­da M. den deut­schen Be­am­ten. Blie­be die Fa­mi­lie im Nord­irak, dann wür­de sie wohl in die Kämp­fe zwi­schen Tür­ken und Kur­den hin­ein­ge­zo­gen. So be­grün­de­te die Frau, da­mals 46, im Ok­to­ber 2016 beim Bun­des­amt für Mi­gra­ti­on und Flücht­lin­ge in Of­fen­bach ih­ren Asyl­an­trag.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer SPIEGEL-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen. MIT SPIEGEL+ LESEN – GRATIS TESTEN

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 25/2018.