Stolze Sünder

Kommentar Warum ausgerechnet Apple, die Cebit und der Technikvisionär Jaron Lanier zur Digitaldiät raten

von Hilmar Schmundt

»Wenn man über die Ce­bit läuft, weiß man, wie­so Bull­s­hit Bin­go ent­stan­den ist.« Mit Rü­pe­lei­en wie die­ser, ge­sam­melt im In­ter­net, wirbt die High­tech­mes­se Ce­bit, die am Mon­tag in Han­no­ver be­ginnt: »Lie­ber hüpf ich nackt in ei­nen Amei­sen­hau­fen, als auf die Ce­bit zu ge­hen!« Die schrä­ge Wer­be­ak­ti­on zeigt, wie ver­zwei­felt die Lage ist. Vor 32 Jah­ren trat die Ce­bit an, Bü­ros, In­dus­trie und Ge­sell­schaft mit High­tech zu ver­sor­gen. Nun frisst die Dis­rup­ti­on ihre Kin­der; viel zu be­hä­big kam die Mes­se an­ge­sichts der im­mer schnel­le­ren Pro­dukt­zy­klen da­her. Sie sei »ma­xi­mal un­cool«, gibt selbst der Ce­bit-Chef zu. Und ver­leg­te den Ter­min erst­mals aus dem grau­en März in den strah­len­den Juni, setzt auf we­ni­ger Schlips und eine neue Ge­heim­waf­fe: Selbst­kri­tik.

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