Haus­mit­tei­lung

Küh­nert

Von der SPD wol­len im­mer we­ni­ger Wäh­ler et­was wis­sen – doch wo Ke­vin Küh­nert auf­tritt, der Bun­des­vor­sit­zen­de der Ju­sos, ju­beln ihm die Leu­te zu. Chris­toph Hick­mann, Re­por­ter im Haupt­stadt­bü­ro, hat den 28-jäh­ri­gen Nach­wuchs­po­li­ti­ker in den ver­gan­ge­nen Wo­chen be­glei­tet und er­lebt, wie Küh­nert auf Po­di­en und Par­tei­ta­gen für die Er­neue­rung sei­ner Par­tei kämpf­te. Für vie­le So­zi­al­de­mo­kra­ten gilt Küh­nert des­halb als Heils­brin­ger. Vor dem letz­ten Ter­min, ei­nem Ke­gel­abend mit Ge­nos­sen in Ber­lin, muss­te er noch schnell an ei­nen Ki­osk: Ihm wa­ren die Zi­ga­ret­ten aus­ge­gan­gen. In der Ke­gel­knei­pe durf­te dann tat­säch­lich ge­raucht wer­den. »In sol­chen Mo­men­ten, in ei­nem ver­qualm­ten Kel­ler­raum, wirkt die SPD wie ein Kli­schee ih­rer selbst«, sagt Hick­mann. »Manch­mal scheint auch Küh­nert zu zwei­feln, ob die­se Par­tei aus sich selbst her­aus zu ret­ten ist.« zum Ar­ti­kel

Mill­gramm, Schmie­gel

Sie­ben­mal traf Cath­rin Schmie­gel die 84-jäh­ri­ge In­grid Mill­gramm in Bad Wö­ris­ho­fen zum Ge­spräch, um de­ren Ge­schich­te er­zäh­len zu kön­nen. Mill­gramm ge­hört zu den knapp 2,9 Mil­lio­nen Rent­nern in Deutsch­land, die bei den Be­hör­den als »ar­muts­ge­fähr­det« gel­ten. Frü­her war sie eine rei­che Frau, heu­te hat sie je­den Mo­nat we­ni­ger als 100 Euro zum Le­ben. Weil sie Le­bens­mit­tel im Wert von 84,65 Euro ge­stoh­len hat­te, saß sie Ende ver­gan­ge­nen Jah­res für 55 Tage im Ge­fäng­nis. Schmie­gel sprach mit ei­ner stol­zen Frau, die nicht dem gän­gi­gen Bild ei­nes Ar­muts­rent­ners ent­spricht: In­grid Mill­gramm streift nicht um den Bahn­hof, um Pfand­fla­schen aus Müll­ei­mern zu sam­meln, sie trägt Bund­fal­ten­ho­se und de­zen­ten Lid­schat­ten. »Ihre Wür­de ist das Ein­zi­ge, was Mill­gramm ge­blie­ben ist«, sagt Schmie­gel. »Sie ver­sucht, ein Bild von sich auf­recht­zu­er­hal­ten, das mit der Rea­li­tät nichts zu tun hat.« Die Re­por­ta­ge be­ginnt auf zum Ar­ti­kel

Pat­ter­son, Oehm­ke, Clin­ton

Zum ers­ten Mal in 20 Jah­ren als Jour­na­list wur­de Phil­ipp Oehm­ke zu­nächst selbst in­ter­viewt, um ein In­ter­view zu be­kom­men. Bei ei­ner Te­le­fon­kon­fe­renz prüf­ten Bill Clin­tons Pres­se­spre­cher und der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­lei­ter sei­ner Stif­tung Oehm­kes Eig­nung, den frü­he­ren US-Prä­si­den­ten in an­ge­mes­se­ner Qua­li­tät zu be­fra­gen. Es hieß, Clin­ton spre­che nur mit ihm, um den Thril­ler zu be­wer­ben, den er ge­mein­sam mit Ja­mes Pat­ter­son, dem er­folg­reichs­ten Schrift­stel­ler der Welt, ge­schrie­ben hat. Fra­gen zu an­de­ren The­men sei­en er­laubt, hät­ten aber ge­rin­ge Aus­sich­ten, be­ant­wor­tet zu wer­den. Oehm­ke be­stand den Test und durf­te sich drei Tage spä­ter zum Ge­spräch nahe New York ein­fin­den. Und Clin­ton hat­te dann doch Lust, über al­les Mög­li­che zu dis­ku­tie­ren, au­ßer über Mo­ni­ca Le­wins­ky. zum Ar­ti­kel

Ist der Schwe­fel­kopf ein Pilz? Aus wel­chen Dis­zi­pli­nen be­steht ein Tri­ath­lon? Und was für eine Fi­gur hängt über dem Red­ner­pult im Bun­des­tag? »DEIN SPIEGEL«, das Nach­rich­ten-Ma­ga­zin für Kin­der, hat ei­nen Wis­sens­test er­stellt, mit ins­ge­samt 50 Fra­gen zu Na­tur, Po­li­tik, Ge­schich­te, Wirt­schaft, Tech­nik, Sport und Kul­tur. Au­ßer­dem im Heft: war­um Ju­den in Deutsch­land be­schimpft und an­ge­grif­fen wer­den. Und wie der Mensch die Far­ben er­fand. Die neue Aus­ga­be von »DEIN SPIEGEL« er­scheint am Diens­tag.