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Ken­ne­dy nach dem At­ten­tat
Attentat

Hang zur Gewalt

Zwei Monate nach Bürgerrechtler Martin Luther King wurde auch Robert Kennedy erschossen. Einmal mehr schien sich Amerikas Gewalt gegen sich selbst gerichtet zu haben – doch so ganz einfach ließ sich der Mord an dem Präsidentschaftskandidaten nicht einordnen.

Ge­ra­de hat­te Ro­bert Fran­cis Ken­ne­dy, der klei­ne Bru­der des 1963 er­mor­de­ten Prä­si­den­ten John F., die Vor­wah­len von Ka­li­for­ni­en für sich ent­schie­den. Auch wenn er im Ren­nen um die No­mi­nie­rung des de­mo­kra­ti­schen Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­ten noch hin­ter Vi­ze­prä­si­dent Hu­bert Hum­phrey lag, schien sich das Blatt zu wen­den: Cha­ris­ma und Nim­bus der Ken­ne­dys lie­ßen sei­ne Chan­cen auf das Wei­ße Haus stei­gen. Doch als der Se­na­tor nach sei­ner Sie­ges­re­de durch ei­nen Kü­chen­gang des Am­bas­sa­dor-Ho­tels in Los An­ge­les zur Pres­se­kon­fe­renz eil­te, be­en­de­ten die Schüs­se ei­nes 24-jäh­ri­gen At­ten­tä­ters kurz nach Mit­ter­nacht am 5. Juni 1968 die Hoff­nun­gen auf ei­nen Wahl­sieg. Von drei der acht ab­ge­feu­er­ten Ku­geln ge­trof­fen, ver­lor Ken­ne­dy rasch das Be­wusst­sein, gut 25 Stun­den spä­ter ver­mel­de­te sein Pres­se­chef den nächs­ten ge­walt­sa­men Tod in der Ken­ne­dy-Fa­mi­lie.

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