Prü­derie und Irr­sinn

Filmkritik  Ein sonniges, anrührendes Melodram: die Kinofassung von Julian Barnes' Roman »Vom Ende einer Geschichte«.

Die Er­in­ne­rung ist das ein­zi­ge Ge­fäng­nis, aus dem wir uns je­der­zeit selbst ent­las­sen kön­nen. Der sym­pa­thi­sche Kauz Tony Webs­ter bei­spiels­wei­se er­weist sich in dem Ro­man »Vom Ende ei­ner Ge­schich­te« als Meis­ter in der Kunst der Ver­drän­gung. Webs­ter ist der Held des Buchs, mit dem Ju­li­an Bar­nes im Jahr 2011 den Man Boo­ker Pri­ze ge­wann. Ein in­tel­li­gen­ter, zi­vi­li­sier­ter bri­ti­scher Bil­dungs­bür­ger-Je­der­mann, der sich in der Abend­däm­me­rung sei­nes Le­bens ei­nen run­ter­ge­pe­gel­ten Ge­fühls­haus­halt und eine halb­wegs ge­glück­te Kar­rie­re zu­gu­te­hält.

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