»Ich hatte auch nichts gegen die Präsidenten vor 1940«

SPIEGEL-Gespräch   Charles Aznavour ist der letzte der großen Entertainer des 20. Jahrhunderts, 94 Jahre alt, noch immer auf Tour – und ein Mann, der sich seinen eigenen Blick auf die Welt bewahrt hat. Ein Treffen in Paris.

Sän­ger Az­na­vour: »Poe­sie ist, was in un­se­ren Köp­fen spa­zie­ren geht«

In ei­nem Pa­ri­ser Hin­ter­hof nicht weit vom Arc de Triom­phe re­si­diert der le­gen­dä­re Mu­sik­ver­lag Les Édi­ti­ons Raoul Bre­ton. Dort wird fran­zö­si­sches Kul­tur­gut ver­wal­tet. An den Wän­den hän­gen si­gnier­te Fo­tos und Gol­de­ne Schall­plat­ten von Charles Tre­net über Édith Piaf bis Gil­bert Bé­caud. Der letz­te und viel­leicht größ­te Ver­tre­ter die­ser Ge­ne­ra­ti­on ist der Be­sit­zer des Ver­lags: Charles Az­na­vour. Der 94-Jäh­ri­ge emp­fängt mit sanf­tem Hän­de­druck, wie im­mer in Eile. Die Lie­der für ein neu­es Al­bum sind fer­tig, eine wei­te­re Tour­nee wird ihn auch nach Deutsch­land füh­ren – am 21. Juli nach Re­gens­burg, am 4. Au­gust nach Köln. Von ei­nem As­sis­ten­ten lässt er sich Hör­ge­rät und Ta­schen­tuch rei­chen. Sei­ne Au­gen sind wach und lis­tig. Es gibt kei­ne Fra­ge, die er noch nicht ge­hört hät­te.

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