Verhasster Frieden

Kolumbien  Das Land wählt einen neuen Präsidenten – und wahrscheinlich wird er ein Gegner der Aussöhnung mit der Farc-Guerilla sein. In einer WG früherer Rebellen in Bogotá lässt sich erleben, wie fragil die Ruhe nach dem Bürgerkrieg schon jetzt ist.

Pro­test ge­gen die Ver­haf­tung des Farc-An­füh­rers Santrich: Eher ster­ben, als sich in die USA aus­lie­fern zu las­sen

Es ist ein Mitt­woch­mor­gen im April, als Hernán Dar­ío Gar­cés, Kampf­na­me Es­te­ban Pé­rez, zum ers­ten Mal seit lan­ger Zeit wie­der die al­ten Re­fle­xe spürt. Pé­rez, der 20 Jah­re lang für die Farc im Dschun­gel ge­kämpft hat, steht im Zen­trum der ko­lum­bia­ni­schen Haupt­stadt Bo­go­tá. Um sei­nen Kopf flat­tert ein Pa­läs­ti­nen­ser­tuch. In sei­nem dunk­len Ge­sicht fla­ckern zwei ner­vö­se Au­gen, die den vor­bei­rau­schen­den Ver­kehr scan­nen, Pas­san­ten, den Ein­gang der Ge­fäng­nis­ver­wal­tung, vor dem er mit ei­ner klei­nen Grup­pe frü­he­rer Gue­ril­la­kämp­fer ge­gen die In­haf­tie­rung ei­nes ih­rer An­füh­rer pro­tes­tiert.

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