Briefe

Die Logik verändern

Nr. 19/2018 Zum 200. Geburtstag von Karl Marx – Geld für alle! Wie ein besserer Kapitalismus die Welt gerechter machen kann

»Mit dem ›ethi­schen‹ Ka­pi­ta­lis­mus ist es wie mit dem al­ko­hol­frei­en Bier: Kei­nem schmeck­t's so rich­tig.«

Ein Filter aus Gardinen

Nr. 18/2018 Die Bundesregierung verschärft die Dieselkrise

Ex-Ver­kehrs­mi­nis­ter Do­brindt war ver­mut­lich über­for­dert. Bei sei­nem To­tal­ein­satz für die »Aus­län­der-Maut« konn­te er sich nicht auch noch um den Ab­gas­skan­dal küm­mern. Sein Nach­fol­ger Herr Scheu­er steht an der Sei­te der für die­se Be­trü­ge­rei­en ver­ant­wort­li­chen Ma­na­ger, statt sich um die Rech­te der be­tro­ge­nen Au­to­be­sit­zer zu küm­mern. Ein Mi­nis­ter ist dem Woh­le des Vol­kes ver­pflich­tet, nicht dem des Ma­nage­ments. Ver­kehrs­mi­nis­ter oder ver­kehr­ter Mi­nis­ter?

Wohin mit mir?

Nr. 18/2018 Inklusion muss auch am Gymnasium stattfinden

Wir brau­chen kei­ne Schu­le für alle, son­dern für je­den Schü­ler die ge­eig­ne­te Schu­le. 2006 wur­de das drei­glied­ri­ge Schul­sys­tem in Schles­wig-Hol­stein ab­ge­schafft. Auch die heil­päd­ago­gi­sche Son­der­schu­le, die so­li­de Ar­beit ge­leis­tet hat. »Lan­ges ge­mein­sa­mes Ler­nen« war ab 2006 das Mot­to für die neu­en Ge­mein­schafts­schu­len. Und heu­te: Schul­schwän­zer, et­li­che nicht be­schul­ba­re Schü­ler, drei bis vier ex­tre­me Stö­rer pro Klas­se, Ge­walt, teil­wei­se auch ge­gen Leh­rer. Schü­ler und Leh­rer ba­den das aus, was die Po­li­tik an­ge­rich­tet hat. »Lan­ges ge­mein­sa­mes Lei­den«, sagt man heu­te hin­ter vor­ge­hal­te­ner Hand.

Weniger Wiesen

Nr. 18/2018 Deutsche Landschaften verschwinden zunehmend unter Beton – eine Reise entlang der Autobahn

Die­ser Bei­trag spricht mir aus der See­le. Als Künst­le­rin und Na­tur­freun­din, die sich seit Jah­ren mit dem Ver­lust von Land­schaft be­schäf­tigt, könn­te ich wei­nen, wie sich Deutsch­land ver­än­dert. In der In­nen­stadt lee­re Ein­kaufs­zen­tren, da­für der Su­per­markt auf der grü­nen Wie­se mit rie­si­gem Park­platz. Wel­che Po­li­ti­ker ha­ben das ver­bro­chen? Bei mir um die Ecke ein Neu­bau­ge­biet, wie­der eine Wie­se we­ni­ger und im Früh­ling Bau­tä­tig­keit über­all. Wenn die Land­schaft der Spiegel der See­le ist, wie in der Ro­man­tik, was macht es dann mit un­se­rer See­le, wenn man von Au­to­bah­nen, Ge­wer­be­ge­bie­ten und häss­li­chen Neu­bau­sied­lun­gen um­zin­gelt ist? Lasst uns da­mit auf­hö­ren! Jetzt.

Kein schöner Start ins Leben

Nr. 18/2018 Immer mehr Kliniken schicken Schwangere fort, weil ihnen Hebammen fehlen

Dan­ke, dass Sie end­lich über das Ver­tei­lungs­pro­blem spre­chen statt über pau­scha­len Heb­am­men­man­gel. Über­las­tung ist aber nur ein Grund, war­um vie­le Heb­am­men nicht im Kreiß­saal ar­bei­ten wol­len. Ge­nau­so aus­schlag­ge­bend sind die schlech­te Qua­li­tät und feh­len­de Wei­ter­ent­wick­lung der kli­ni­schen Ge­burts­hil­fe in Deutsch­land. Was Frau Schee­le er­lebt hat, ist lei­der All­tag: feh­len­de Be­treu­ung, öko­no­misch mo­ti­vier­te In­ter­ven­tio­nen und dar­aus re­sul­tie­ren­de trau­ma­ti­sche Ge­burts­er­leb­nis­se. Als Heb­am­men wol­len wir gute, wis­sen­schaft­lich fun­dier­te und sinn­vol­le Be­treu­ung leis­ten und nicht per­ma­nent mit ei­nem Fuß im Ge­fäng­nis ste­hen, weil wir ge­zwun­gen wer­den, mög­lichst schnell, wenn nö­tig ge­walt­sam, das Kind zu »be­kom­men«. Ge­än­der­te Fall­pau­scha­len sind wich­tig, aber bit­te auch end­lich die vie­len wis­sen­schaft­li­chen Er­kennt­nis­se, die wir über gute Ge­burts­hil­fe ha­ben, im Kreiß­saal um­set­zen!

Die Re­dak­ti­on be­hält sich vor, Le­ser­brie­fe (le­ser­brie­fe@spiegel.de) ge­kürzt so­wie di­gi­tal zu ver­öf­fent­li­chen und un­ter www.spiegel.de zu ar­chi­vie­ren.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 20/2018.