Wor­an Sol­da­ten ster­ben. Die Gra­fik zeigt die To­des­zah­len der Bun­des­wehr seit de­ren Grün­dung 1955 – und sie macht deut­lich, dass deut­sche Sol­da­ten auch in Frie­dens­zei­ten ster­ben. Aber die Zahl der To­ten geht zu­rück. Beim Blick auf die Sta­tis­tik über­rascht die Er­kennt­nis, dass in den meis­ten Jah­ren mehr Bun­des­wehr­an­ge­hö­ri­ge durch die ei­ge­ne Hand fie­len als durch äu­ße­re Ein­wir­kun­gen – wo­bei die Ar­mee sämt­li­che Selbst­tö­tun­gen auf­führt, un­ab­hän­gig da­von, ob sie wäh­rend oder au­ßer­halb des Diens­tes ver­übt wur­den. Selbst dann al­ler­dings liegt die Häu­fig­keit von Sui­zi­den in der Bun­des­wehr wäh­rend der meis­ten Jah­re of­fen­bar noch un­ter der der ver­gleich­ba­ren Zi­vil­be­völ­ke­rung. Ar­beits­un­fäl­le ma­chen den über­wie­gen­den Teil der an­de­ren To­des­fäl­le aus, nur we­ni­ge Sol­da­ten star­ben tat­säch­lich im mi­li­tä­ri­schen Aus­lands­ein­satz, die meis­ten in Af­gha­nis­tan (57) und im Ko­so­vo (27). War­um sin­ken die Zah­len seit lan­ger Zeit? Weil sich die Ar­beits­si­cher­heit in der Ar­mee ge­nau so ver­bes­sert wie im zi­vi­len Be­reich, wo die Zahl der Ar­beits­un­fäl­le eben­falls sinkt. Weil die Bun­des­wehr ins­ge­samt er­heb­lich ver­klei­nert wur­de. Weil die Aus­set­zung der Wehr­pflicht zu hö­he­rer Pro­fes­sio­na­li­tät und bes­se­rem Ri­si­ko­be­wusst­sein führ­te. Weil die Sui­zid­zif­fer in Deutsch­land auch ge­samt­ge­sell­schaft­lich rück­läu­fig ist.

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