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Kultur

Ma­ler Schna­bel in Ak­ti­on

Do­ku­men­ta­tio­nen

Kraftkerl der Kunst

Der Meis­ter be­malt Lein­wän­de, die so groß sind wie Haus­wän­de – und er ver­sucht, die in­ne­ren Bil­der ei­nes Man­nes zu fil­men, der von Kopf bis Fuß ge­lähmt ist. Die nun in den Ki­nos an­lau­fen­de Do­ku­men­ta­ti­on Ju­li­an Schna­bel. A Pri­va­te Por­trait zeigt ei­nen der geist­reichs­ten Künst­ler un­se­rer Zeit. Aus In­ter­views mit Fa­mi­li­en­mit­glie­dern, Freun­den und Weg­ge­fähr­ten, aus pri­va­ten Su­per-8-Se­quen­zen, Sze­nen­aus­schnit­ten von Schna­bels Fil­men und in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ge­dreh­ten Do­ku­men­tar­auf­nah­men setzt der ita­lie­ni­sche Re­gis­seur Pap­pi Cor­si­ca­to ein schil­lern­des Mo­sa­ik zu­sam­men. Der in New York auf­ge­wach­se­ne Schna­bel, 66, er­scheint dar­in mal wie ein Ber­ser­ker, der vor Schaf­fens­kraft kaum ge­hen kann, mal wie ein nüch­ter­ner, re­flek­tier­ter Be­trach­ter der ei­ge­nen Wer­ke. Die Klar­heit, mit der er über sich und sei­ne Ar­beit re­det, nimmt auch skep­ti­sche Zu­schau­er rasch für ihn ein. Er male gern un­ter frei­em Him­mel, er­zählt er ein­mal: Das har­sche, un­gnä­di­ge Licht sei ein gu­ter Test; ein Ge­mäl­de, das un­ter der Son­ne be­ste­hen kön­ne, wir­ke in In­nen­räu­men im­mer groß­ar­tig. Cor­si­ca­tos Film ist ein er­hel­len­des, amü­san­tes und be­we­gen­des Por­trät.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 2/2018.