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Leit­ar­ti­kel

Gesund­heit!

Wie eine Große Koalition die Zweiklassenmedizin überwinden kann

Rücken­schmer­zen? Ru­fen Sie nächs­ten Mo­nat noch mal an. Neu­ro­der­mi­tis? Nicht mehr in die­sem Quar­tal. Psy­cho­the­ra­pie? Tut uns leid, Auf­nah­me­stopp. So lau­ten die Ant­wor­ten in vie­len Arzt­pra­xen, wenn Pa­ti­en­ten nach ei­nem Ter­min fra­gen, aber nicht pri­vat ver­si­chert sind, son­dern bei AOK, Bar­mer oder Tech­ni­ker Kran­ken­kas­se. Das regt die Bür­ger auf. Dass Kas­sen­pa­ti­en­ten in der Re­gel län­ger auf eine Un­ter­su­chung war­ten als Pri­vat­ver­si­cher­te, ist eine Frech­heit ge­gen­über den Be­trof­fe­nen und eine Schan­de für den So­zi­al­staat. Man stel­le sich vor, un­ser Schul­sys­tem gäbe an vie­len Ta­gen nur noch Pri­vat­un­ter­richt für die Kin­der von Be­am­ten und Gut­ver­die­nern her; alle an­de­ren müss­ten gu­cken, wo sie blei­ben: Das wäre ein Skan­dal. Doch wenn im Münch­ner Hoch­haus­vier­tel Ha­sen­bergl die letz­ten bei­den Kin­der­arzt­pra­xen für Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen auf Mo­na­te aus­ge­bucht sind: Pech ge­habt.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 2/2018.