Haus­mit­tei­lung

El­ger

Es gibt Fak­ten, die ver­läss­lich für Streit sor­gen in Deutsch­land: 20 Pro­zent al­ler Men­schen, die im Land le­ben, sind aus­län­di­scher Ab­stam­mung, und es wer­den mehr wer­den in den kom­men­den Jah­ren. Die Zahl der Ge­bur­ten in Deutsch­land steigt, auch durch den hö­he­ren An­teil aus­län­di­scher Frau­en. Deutsch­land ist auf dem Weg, ein mul­ti­eth­ni­sches, mul­ti­re­li­giö­ses Land zu wer­den, und ein gro­ßer Teil der Be­völ­ke­rung macht sich des­halb Sor­gen. Die Na­ti­on lei­det un­ter Iden­ti­täts­stress. Wie die Fron­ten in der Ge­sell­schaft zur­zeit ver­lau­fen, was Hei­mat sein kann, wenn man wü­ten­der Deut­scher, Mi­grant in zwei­ter Ge­ne­ra­ti­on oder ge­ra­de ein­ge­trof­fe­ner Flücht­ling ist, re­cher­chier­te ein gro­ßes Team des Deutsch­land­res­sorts. Haupt­au­to­rin des Tex­tes ist Kat­rin El­ger, sie be­such­te wäh­rend der Re­cher­che ei­nen Flie­sen­händ­ler in Sig­ma­rin­gen, der wü­tend dar­über war, wie sich Flücht­lin­ge in sei­ner Nach­bar­schaft be­nah­men. El­ger: »Er fühlt sich dort, wo er ge­bo­ren wur­de, längst nicht mehr zu Hau­se.« zum Ar­ti­kel

Gude

Die Zah­len sind so un­ge­heu­er­lich, dass man sie nur schwer glau­ben kann: Zwi­schen 200 und 300 Mor­de soll der Kran­ken­pfle­ger Niels Hö­gel be­gan­gen ha­ben, in zwei Kran­ken­häu­sern, im nie­der­säch­si­schen Ol­den­burg und in Del­men­horst, in der Zeit von 2000 bis 2005. Hö­gel tö­te­te of­fen­bar aus Gel­tungs­sucht, er spritz­te Pa­ti­en­ten an den Rand des To­des, um sie dann wie­der­zu­be­le­ben. Schei­ter­te er, blieb ein lee­res Bett zu­rück, trau­ern­de An­ge­hö­ri­ge – und schon früh ein fürch­ter­li­cher Ver­dacht, der über Jah­re der Po­li­zei nicht ge­mel­det wur­de. War­um in zwei Kran­ken­häu­sern, in de­nen das Wohl der Pa­ti­en­ten das höchs­te Gut sein soll­te, der Ruf der Kli­ni­ken schwe­rer wog als das Le­ben von Men­schen, be­schreibt Hu­bert Gude zu­sam­men mit Ve­ro­ni­ka Ha­cken­broch und Ju­lia Jütt­ner ab zum Ar­ti­kel

Fel­den­kir­chen, Mo­dera­to­rin Ca­ren Mi­os­ga

Fei­ern konn­te am Mitt­woch die­ser Wo­che Mar­kus Fel­den­kir­chen, Au­tor im Haupt­stadt­bü­ro. Für sei­ne Re­por­ta­ge »Man­no­man­no­mann« wur­de ihm in der Ham­bur­ger Elb­phil­har­mo­nie der re­nom­mier­te Egon Er­win Kisch-Preis ver­lie­hen. 150 Tage lang be­glei­te­te Fel­den­kir­chen den SPD-Kanz­ler­kan­di­da­ten Mar­tin Schulz im Wahl­kampf; erst durch Hö­hen, dann durch Tie­fen. Ihm ge­lang, so ur­teil­te die Jury, ein meis­ter­haf­tes Psy­cho­gramm und ein Lehr­stück über die Ge­set­ze des Wahl­kampfs.

Deutsch­land hat jetzt eine neue Re­gie­rung, aber was pas­siert nun in der Po­li­tik? Was wird für den Kli­ma­schutz ge­tan und was ge­gen Ar­mut? Fünf Kin­der stel­len fünf po­li­ti­sche Fra­gen – und »DEIN SPIEGEL«, das Nach­rich­ten-Ma­ga­zin für Kin­der, be­ant­wor­tet sie in der Ti­tel­ge­schich­te. Es wer­den auch die neu­en Mi­nis­ter und Mi­nis­te­rin­nen von Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel vor­ge­stellt, und es wird er­klärt, wie der Zoll nach ge­schmug­gel­ter Ware sucht. Die neue Aus­ga­be von »DEIN SPIEGEL« er­scheint am Diens­tag.