Elke Schmit­ter Bes­ser weiß ich es nicht

Mem­phis revi­sited

Fast auf den Tag ge­nau ist es 50 Jah­re her, dass Mar­tin Lu­ther King in die­ser Stadt ge­tö­tet wur­de; ich sit­ze in der Kir­che, wo zu sei­nen Eh­ren ein Got­tes­dienst ge­hal­ten wird. Sie ist nicht voll. Eine Ab­sol­ven­tin der Juil­li­ard School aus New York singt ei­nen Gos­pel, ein klei­nes Bal­lett von Schul­mäd­chen hält Schil­der hoch, wie sie da­mals ge­zeigt wur­den, »I am a man«, ich bin ein Mensch. Fast alle hier sind afro­ame­ri­ka­nisch, auch auf der Kan­zel, wo Jes­se Jack­son, der ewi­ge zwei­te Mann der Bür­ger­rechts­be­we­gung, zwi­schen vie­len be­jahr­ten Men­schen auf sei­nen Auf­tritt war­tet. Als er dann spricht, lei­se und an­ti­pa­the­tisch, er­in­nert er an die Kämp­fe in die­ser Stadt, um Löh­ne, von de­nen man le­ben kann, um eine Ren­te für die Müll­män­ner, die da­mals streik­ten und Dr. King um Bei­stand er­such­ten. Und der kam und wur­de er­schos­sen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 16/2018.