Der Krake

Philosophiekritik  Der fleißige Slavoj Žižek belehrt uns darüber, weshalb sowohl die herrschende Ordnung als auch ihr Umsturz die Ungleichheit erhalten würden.

Der slo­we­ni­sche Phi­lo­soph und Kul­tur­theo­re­ti­ker Sla­voj Žižek gilt als der Rock­star un­ter den In­tel­lek­tu­el­len. War­um, lässt sich leicht er­klä­ren: Sein kri­ti­sches Den­ken re­du­ziert sich auf die Fest­stel­lung ei­ner Re­bel­li­on, die sich ih­rer Ver­geb­lich­keit von vorn­her­ein be­wusst ist. Das re­vo­lu­tio­nä­re Sub­jekt ist nur noch eine schau­spie­lern­de Büh­nen­fi­gur, ein lär­men­der Po­seur. Der Aus­bruch von Ge­walt, den es sym­bo­li­siert, ist fol­ge­rich­tig nicht stra­te­gi­sches Mit­tel zum hö­he­ren Zweck, son­dern blo­ße Ma­ni­fes­ta­ti­on des Zorns.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 16/2018.