Ana­ly­se

Nation in Gefahr

Analyse Viktor Orbán setzt auf Verschwörungstheorien, um sich den Wahlsieg in zwei Wochen zu sichern.

von Jan Puhl

Ge­or­ge Sor­os, der mil­li­ar­den­schwe­re ame­ri­ka­ni­sche Fi­nanz­in­ves­tor jü­disch-un­ga­ri­scher Her­kunft, gibt viel Geld für die De­mo­kra­tie aus. So­gar dem un­ga­ri­schen Pre­mier Vik­tor Or­bán hat er einst ein Sti­pen­di­um spen­diert. Doch das ist lan­ge her. Or­báns Re­gie­rung kün­dig­te die­se Wo­che er­neut an, den „Sor­os-Or­ga­ni­sa­tio­nen“ die Ar­beit in Un­garn zu ver­bie­ten. Am 8. April wird dort ge­wählt. Und Or­bán sucht nicht in der po­li­ti­schen Mit­te nach Zu­stim­mung, son­dern ganz rechts. „Wir wer­den da­ge­gen kämp­fen, was das Im­pe­ri­um von Ge­or­ge Sor­os mit Un­garn macht“, sag­te er. Sor­os habe über sei­ne Or­ga­ni­sa­tio­nen eine rie­si­ge Wan­de­rungs­be­we­gung von Mus­li­men an­ge­lockt. Den Un­garn sol­le schlei­chend ihr Land weg­ge­nom­men wer­den – von ei­nem Feind, der nicht ge­ra­de­her­aus sei, „son­dern lis­tig, nicht na­tio­nal, son­dern in­ter­na­tio­nal“. Es sei ein Feind, der „nicht an die Ar­beit glaubt, son­dern mit Geld spe­ku­liert“.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 13/2018.