DER REIGEN

SPIEGEL-Gespräche  Zwischen den Geschlechtern ist vieles im Umbruch. Es ist an der Zeit, miteinander zu reden: neun Begegnungen, neun Gespräche über Frauen und Männer, Sex und Sexismus.
Von Christiane Hoffmann und Britta Stuff, Fotos: Peter Rigaud

Tho­mas Meine­cke, Te­re­sa Bü­cker

Vor fast hun­dert Jah­ren war Sex auf der Büh­ne ein Skan­dal. Der Dra­ma­ti­ker Ar­thur Schnitz­ler hat­te ein Stück ge­schrie­ben, es ging um Sehn­süch­te, Macht und Ver­lan­gen, um ent­täusch­te Lie­be, um all das, was zwi­schen Män­nern und Frau­en wich­tig und miss­ver­ständ­lich sein kann. Es wa­ren zehn Sze­nen, in de­nen Män­ner und Frau­en mit­ein­an­der spre­chen und Sex ha­ben, ein Rei­gen quer durch alle Ge­sell­schafts­schich­ten, die Dir­ne traf auf den Sol­da­ten, der Sol­dat auf das Stu­ben­mäd­chen, das Stu­ben­mäd­chen auf den jun­gen Herrn. Im Vor­der­grund stand Sex, nicht Lie­be oder Ehe, das war das Neue, Skan­da­lö­se. Die Auf­re­gung über das Stück war so groß, dass Schnitz­ler schließ­lich selbst ein Auf­füh­rungs­ver­bot ver­häng­te. Es galt bis 1982.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 13/2018.