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Karrieren Die Empörung über den Aufstieg Martin Selmayrs zum Generalsekretär der EU-Kommission reißt nicht ab. Schuld ist vor allem er selbst.

EU-Be­am­ter Sel­mayr: Bi­zar­rer Vor­gang

Am Frei­tag zwi­schen Weih­nach­ten und Neu­jahr setzt sich Mar­tin Sel­mayr spät­nachts an sei­nen Com­pu­ter und be­ginnt, sein Le­ben um­zu­schrei­ben. Es ist kurz nach zwei Uhr mor­gens, als sich der EU-Be­am­te an die Ar­beit macht. Er hat ei­nen Wi­ki­pe­dia-Ein­trag auf­ge­ru­fen, den Ein­trag über sich selbst. In den fol­gen­den knapp zwei Stun­den und bei ei­ner wei­te­ren kur­zen Sit­zung am Nach­mit­tag die­ses 29. De­zem­ber wird aus der dür­ren No­tiz der Le­bens­lauf ei­nes Man­nes, der Eu­ro­pa gleich mehr­fach in vi­ta­len Fra­gen bei­ge­stan­den hat. Der Ver­bleib der Grie­chen im Euro, die Flücht­lings­kri­se, die Brex­it-Ver­hand­lun­gen. Wer liest, was Sel­mayr über Sel­mayr schreibt, den be­schleicht das Ge­fühl, die EU wür­de ohne das Wir­ken die­ses hoch­mö­gen­den Be­am­ten viel­leicht gar nicht mehr exis­tie­ren.

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