Der Taschen­an­hänger

Schmücken­de Mode Blog­ge­rin Lisa Hahn­bück trägt ein Bärchen von MCM spa­zie­ren. 

Schuld ist Ins­ta­gram. Seit Men­schen dort ihre Out­fits prä­sen­tie­ren, stei­gen die Ver­kaufs­zah­len von Ac­ces­soires, de­nen man ih­ren Reiz nicht auf An­hieb an­sieht: bau­meln­de Ro­bo­ter, Ted­dy­bä­ren oder süße Frücht­chen sind das It-Zu­be­hör für Hand­ta­schen. Sie wer­ten das Out­fit im Hand­um­dre­hen auf und sind zu­gleich halb­wegs er­schwing­lich. Die­ses Prin­zip war schon in den Sech­zi­ger­jah­ren be­kannt. Da­mals ban­den sich Frau­en zu fei­er­li­chen An­läs­sen eine Schlei­fe aus dem Stoff ih­res Klei­des an die wo­mög­lich ein­zi­ge Hand­ta­sche, die sie be­sa­ßen. Oder ein Sei­den­tuch. Zu­vor hat­ten An­hän­ger rein funk­tio­na­le Auf­ga­ben, als Clo­chet­te. So heißt das Le­dere­tui, das die Schlüs­sel für das Schloss teu­rer Ta­schen schützt. Gra­ce Kel­ly etwa trug eine Clo­chet­te an dem nach ihr be­nann­ten Her­mès-Mo­dell. In­zwi­schen ha­ben De­si­gner das nächs­te Ac­ces­soire er­dacht: Bag-Straps, aus­tausch­ba­re Tra­ge­rie­men. Bei Fen­di und Loewe sind sie Best­sel­ler. Für die ge­for­der­ten 450 Euro könn­te man sich al­ler­dings auch gleich eine neue Ta­sche kau­fen.

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